Kalendergrafik

Aktuell

Stadtgefährten-Projekt "Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer" in Leer gestartet / Kooperationspartner Stadt, Heimatverein, Museum und Sinti Verein Ostfriesland erhalten 45.000,00 EURO Förderung aus "Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften" der Kulturstiftung des Bundes

Mit dem Fonds „Stadtgefährten“ fördert die Kulturstiftung des Bundes neue Partnerschaften von Stadtmuseen in deutschen Städten mit bis zu 250.000 Einwohnern mit Gruppen oder Akteuren aus dem jeweiligen Ort oder der Region. Gefördert werden gemeinsame kulturelle Vorhaben mit aktuellem Ortsbezug, die die Stadtbewohner/innen zur Mitwirkung an der Museumsarbeit animieren und das Hineinwirken des Museums in die Stadt erproben. Die Projektpartner (Heimatverein und Heimatmuseum Leer, Sinti-Verein Ostfriesland, Stadt Leer) erhalten für das gemeinsam entwickelte Projekt „Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer“ von der Kulturstiftung ein Förderung von 45.000,00 EURO. Ziel ist die Erarbeitung einer großen Ausstellung zur Geschichte der Sinti in der Region im Herbst 2017 und daran anknüpfend ein interkultureller Austausch, der ein partnerschaftliches Zusammenwirken zwischen Sinti und Nicht-Sinti in Ostfriesland und Leer begründen soll. "Sinti und Nicht-Sinti wissen auch nach einer über 500jährigen gemeinsamen Geschichte noch nicht viel voneinander, leben nicht zusammen sondern eher nebeneinander her. Immer noch prägen Vorurteile und Klischees das gesellschaftliche und kulturelle Miteinander - es wurde höchste Zeit für ein solches Projekt." kommentiert Museumsleiter Burghardt Sonnenburg. Das Konzept überzeugte die Jury der Kulturstiftung des Bundes, die eine 90%-Förderung zusagte und die "Leeraner Stadtgefährten" in das Programm aufnahm: Stadtgefährten - Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften

Aktuell

Sonderausstellung „Amisia. Ein Fluss erzählt seine Geschichte“

Vom 25. September bis zum 31. Dezember 2016 zeigt das Heimatmuseum Leer die Sonderausstellung „Amisia. Ein Fluss erzählt seine Geschichte“. Die Ausstellung nimmt den Ems-Strom einmal auf andere Weise in den Blick, denn sie porträtiert nicht nur den Unterlauf bis zum Meer, sondern den ganzen Fluss von der Quelle bis zur Mündung und zeigt die nicht immer konfliktfreie Wechselbeziehung zwischen dem Ökosystem Ems und den Menschen am Fluss. Seit der Jungsteinzeit siedeln Menschen an der Ems und nutzen den Fluss als Transportweg und für die Fischerei. Den römischen Invasoren diente der Flusslauf als Wasserstraße für ihre Militärflotte. Seit dem Mittelalter kommt dem Fluss steigende Bedeutung als Handelsweg zu; seit dem 16. Jahrhundert erfolgen Wasserbaumaßnahmen und eine immer intensiver werdende gewerbliche Nutzung. Heute ist die Ems ein wichtige Wasserstraße und Teil eines Kanalnetzes, das ganz Nordwestdeutschland überzieht. Bei der Errichtung des Dortmund-Ems-Kanals (1892-99) wurde der Fluss abschnittsweise selbst Teil des Kanals. Die Ems ist vielerorts begradigt, nur einige wenige Stellen des natürlichen Flusslaufs sind erhalten geblieben. 2014/2015 entwickelte das Land Niedersachsen den Masterplan Ems 2050 zur Wiederherstellung des Ökosystems. In der Sonderausstellung „Amisia. Ein Fluss erzählt seine Geschichte“ werden die Geschichte des Flusses und die Wechselbeziehungen zwischen Fluss und Mensch im geschichtlichen Verlauf dargestellt. Der Ausstellungsbesucher unternimmt eine virtuelle Flusstour und lernt im Rahmen eines begehbaren Reiseführers die Ems in ihrem Verlauf, ihrer Geschichte und historischen Bezügen kennen. Ausgewählte Objekte aus über 20 Museen entlang der Ems lassen den Fluss selbst zu Wort kommen. Den Folder zur Ausstellung gibt es hier zum lesen und herunterladen: Folder Amisia

Aktuell

Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung ermöglicht Ankauf eines seltenen silbernen Zuckerstreuers aus der Leeraner Werkstatt Enno Heinrich Specht (1744-1810)

Dank des großzügigen Engagements der Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung konnte im August 2016 der Ankauf eines wertvollen Zuckerstreuers aus der Werkstatt des bedeutenden Leeraner Gold- und Silberschmieds Enno Heinrich Specht realisiert werden. Specht war seit 1767 in Leer tätig, der Zuckerstreuer wird zwischen 1770 und 1790 gefertigt worden sein und zeigt das typische prachtvolle Dekor des Spätrokoko. Das Stück, dessen Ankauf vom Kunsthändler Horst Arians aus Remels vermittelt wurde, wird einen prominenten Platz in der Dauerausstellung erhalten.

Neu

Projektwoche "Lüttje Leer": eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert

Unsere Projektwoche Historische Spielstadt "Lüttje Leer" (27. Juni bis 02. Juli 2016) führte uns in diesem Jahr in die Zeit des 30jährigen Kriegs. Kinder von 9-14 Jahren konnten sich über das Ferienprogramm der Stadt Leer anmelden - insgesamt nahmen in diesem Jahr 23 Jungen und Mädchen an der Projektwoche teil.

Im alle zwei Jahre stattfindenden Projekt „Lüttje Leer“ tauchen Kinder und Jugendliche in andere Zeiten und die Geschichte der Stadt Leer ein. Sie reisen wie mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit und erleben frühere Lebenswelten und Epochen. 2016 stand das 17. Jahrhundert und die Zeit des 30jährigen Kriegs im Mittelpunkt. Im Innenhof und Garten des Heimatmuseums wurde das frühneuzeitliche Leer kulissenhaft aufgebaut. Die 23 Projektteilnehmer-innen belebten, angeleitet vom Projektteam, den Flecken, wohnten und arbeiteten in ihren „Buden“, waren handwerklich tätig und stellten zeittypische Produkte her. Auch der Handel und Waren verkehr über den Hafen u.a. nach Antwerpen wurden nachempfunden. Am Samstag, 2. Juli 2016 konnten in der Zeit von 11 bis 14 Uhr auch Besucher-innen die Historische Spielstadt besuchen, konnten Waren erwerben und sich im Feilschen üben. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Über 100 interessierte Besucher traten den Weg durch den Zeittunnel ins "Offene Dorf" an. Es wurde ein Dorftagebuch geführt, welches hier als Download zur Verfügung steht. Die Historische Spielstadt "Lüttje Leer" ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Leer – Stadtarchiv und Kinder- und Jugendförderung –, des Heimatmuseums Leer, des Spööler-Klottje und der Schippergilde Friedrich. Es wird gefördert und unterstützt von der VGH Stiftung und der Johann Bünting Stiftung.

Neu

Kommen, ausleihen, spielen: Unsere interaktive mobile Lernbox "Ostfriesische Landschaftstypen" ist da!

Das Wattenmeer – seit 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt – ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat durch seine außergewöhnlich große Artenvielfalt und als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. Das Wattenmeer bildet die weltweit größte zusammenhängende Fläche aus Schlick- und Sandwatt. Die eigentliche Wattfläche ist eingebettet in und umgeben von anderen wichtigen Lebensräumen wie zum Beispiel der Nordsee, den Salzwiesen und den Marschflächen. Für die Region Ostfriesland stellt das Wattsystem mit Marsch und neben Geest und Moor einen wichtigen, schützens- und betrachtenswerten Landschaftstypus dar, der deshalb nicht nur für die ostfriesische Identität, sondern auch im schulischen und im touristischen Kontext eine wichtige Rolle spielt. Die Interaktive mobile Lernbox erlaubt die erlebnisorientierte Vermittlung und Erfahrbarmachung des Naturraums, der Flora und Fauna, aber auch des von Menschenhand geformten und genutzten Kulturraums „Watt“ sowie des Zusammenhangs und des Zusammenspiels mit den beigeordneten Landschaftstypen Nordsee – Marsch – Geest – Moor unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die Box enthält, als Klassensätze angelegt, Anschauungs- und Experimentiermaterial, Material- und Stoffproben, Spiele und Basteleinheiten, sowie Anleitungen zum interaktiven und erlebnisorientierten Lernen. Der Inhalt der Experimentiereinheiten ist übersichtlich in vier Themenfelder (Allgemeine naturräumliche Gliederung Ostfrieslands – Nordsee – Wattenmeer – Marsch) unterteilt, die farblich gekennzeichnet sind. Zu jedem Themenfeld gibt es ein Erläuterungsblatt mit anschaulicher Grafik, Arbeitsblätter (Rätsel, Lückentext etc.) sowie praktische Experimentier- und Spielangebote. Sie eignet sich so für den Einsatz in Klassenzimmern und Schulen genauso wie für außerschulische Kindergruppen und Familien z.B. für die Gestaltung erlebnispädagogischer Angebote im Freizeitbereich. Daneben wird die Lernbox auch im Rahmen eines begleiteten museumspädagogischen Angebots im Heimatmuseum Leer eingesetzt. Das Angebot ist Teil des Themenjahrs „Land der Entdeckungen 2016“ - "Ostfriesische Landschaftstypen" und wurde gefördert von der Ostfriesischen Volksbank und der Ostfriesischen Landschaft. Für Nutzungen und Leihanfragen steht das Team des Museums von Dienstag bis Freitag 11:00 bis 17:00 Uhr telefonisch (0491 2019) und per email (verwaltung@heimatmuseum-leer.de) zur Verfügung.

Aktuell

Jahresprogramm 2016

Auch im nächsten Jahr versorgen wir Stadt und Region wieder mit einem vielfältigen Kulturprogramm, spannenden Ausstellungen, museumspädagogischen Projekten und Events - mit Geschichte zum Erleben! Hier gibt es unser Jahresprogramm zum Ansehen und zum Download: Jahresprogramm 2016

Aktuell

Horst und Annegret Arians aus Remels stiften dem Heimatmuseum Leer einen wertvollen Reisekelch aus der Werkstatt des Leeraner Silberschmieds J.J. Coenemann (1783-1866)

Leer ist Gold- und Silberstadt: Schon 1580 gab es Goldschmiede in Leer. In über fünfhundert Jahren brachte die Ledastadt viele berühmte Meister hervor. Um 1800 waren in Leer acht Werkstätten in Betrieb. Eine der bedeutendsten war die der die Familie Coenemann. Am Anfang dieser Handwerker-Dynastie stand im ausgehenden 18. Jahrhundert der Goldarbeiter Engelbertus Konemann, dessen erstgeborener Sohn Johannes Josephus Konemann und Enkel Johann Hermann Theodor Coenemann das Geschäft bis 1880 führten. Das Anwesen ging 1939 in den Besitz der Goldschmiedefamilie Höricht über, die bis in die 1960er Jahre die Werkstatt betrieb. Im Heimatmuseum Leer wird die Erinnerung an die große Zeit der Gold- und Silberschmiede und ihrer qualitätvollen Arbeiten wachgehalten. Mit Hilfe von Stiftungen und großzügigen Zuwendungen konnte der Exponatbestand in der Vergangenheit kontinuierlich ausgebaut werden. Nun bekommt die Silberfamilie im Heimatmuseum wertvollen Nachwuchs. Die Kunsthändlerfamilie Horst und Annegret Arians aus Remels stiften dem Museum einen silbernen Reisekelch aus der Werkstatt J.J. Coenemann. Das Stück aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentiert eindrucksvoll die hohe Kunst der Leeraner Silberschmiede und ergänzt die Sammlung Leeraner Silberschmiedemeister um ein bedeutendes Exponat.

Aktuell

Neu: dreisprachige Ausstellungsinformation als Broschüre zum "Mitnehmen"

Die zehnseitige Broschüre informiert in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch über die Geschichte der Mennoniten im Nordwesten. Alle drei Versionen liegen kostenlos im Museum aus - oder lassen sich hier bequem herunterladen:

Ausstellungsbroschüre - Deutsch

Ausstellungsbroschüre - Niederländisch

Ausstellungsbroschüre - Englisch

Aktuell

Neu: Historischer Stadtrundgang - Auf den Spuren der Mennoniten in Leer

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts flohen, in ihrer Heimat bedrängt, viele Mennoniten aus den niederländischen Provinzen nach Ostfriesland. Sie brachten Fachwissen, neue Technologien und Handelskontakte – vor allem im Bereich des Leinengewerbes – aus den Niederlanden mit. Bald lag fast die gesamte Leinenwirtschaft in mennonitischer Hand – und kam zu großer Blüte. Einzelne Familien wie die Zijtsema und Vissering gewannen Macht, Kapital, Einfluss und gründeten bald global operierende Unternehmen („Leinenrhedereien“). Mennonitische Familien und Persönlichkeiten prägten das wirtschaftliche und kulturelle Leben im frühneuzeitlichen Leer und hinterließen vielfache bauliche Spuren in der Ledastadt. Bis heute bestehen die Mennonitengemeinde und die 1825 errichtete Kirche – aber auch viele andere Erinnerungsorte im Stadtgebiet. Die im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Gequält, geduldet, geschätzt - 475 Jahre Mennoniten in Leer" konzipierte stadtgeschichtliche Broschüre informiert über historische Orte, Hausinschriften, Denkmäler und Institute zum vergangenen und gegenwärtigen mennonitischen Leben in Leer und lädt zum Stadtspaziergang auf den Spuren der Mennoniten in Leer ein. Der Stadtführer ist kostenlos im Museum erhältlich und liegt im Stadtgebiet aus; die digitale Version steht hier zum Download bereit. Darüber hinaus weiterhin für Gruppen buchbar sind die moderierten Stadtführungen. Erfahrene Gästeführer-innen führen auf dem etwa 90-minütigen Rundgang durch die Leeraner Mennoniten-Geschichte. Die Führungen sind über das Museum individuell zu buchen und kosten 30 € pro Gruppe. Kontakt: Heimatmuseum Leer - Neue Straße 12-14 - Telefon: 0491 2019 oder per E-Mail: verwaltung@heimatmuseum-leer.de

Aktuell

Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung und ein privater Stifter ermöglichen Ankauf eines wertvollen Ölgemäldes aus dem Jahr 1680 – Seltenes Originalbild des Heinrich Sibäus zum Jemgumer Closter (1632-1693) – ein spannendes Stück frühneuzeitlicher ostfriesischer Regional- und Sozialgeschichte

Als „sensationell“ kann der mit großzügiger Unterstützung der Doornkaat-Stiftung gelungene Ankauf eines wertvollen Ölgemäldes aus dem 17. Jahrhundert bezeichnet werden. Es handelt sich um ein 1680 entstandenes Originalporträt des Heinrich Sibäus zum Jemgumer Closter. Sibäus entstammte einer alten ostfriesischen Familie von Erbsassen (Familie Sibens). Sein Vater hatte 1616 das gräfliche Domänengut „Jemgumer Kloster“ gepachtet, hier wurde Heinrich geboren, hier verbrachte er seine Jugend. Er machte später nach juristischen Studien an diversen Universitäten Deutschlands eine große Karriere als Jurist, wurde Ratsmitglied und „Städtmeister“ in Schwäbisch Hall. Mit seinem Weggang aus Ostfriesland um 1650 legte sich Heinrich Sibens den klingenden Beinamen „zum Jemgumer Kloster“ zu. Seine Beziehung zu Ostfriesland blieb auch beruflich lebendig. Seit um 1660 war er am Kammergericht zu Speyer tätig und diente dort dem ostfriesischen Grafenhaus als juristischer Vertreter. Dank des großzügigen Engagements der Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung und einer privaten Zuwendung von Garrelt van Borssum konnte der Ankauf für das Heimatmuseum Leer realisiert werden. Das Gemälde wird einen prominenten Platz in der Dauerausstellung erhalten.

Aktuell

Museumspartnerschaft Leer-Trowbridge: Spannende Ideen für gemeinsame grenzübergreifende Projekte und Ausstellungen ...

... entwickelten und erörterten wir im Rahmen eines Arbeitstreffens und Kolloquiuums vom 7. bis zum 8. November 2014 in unserer Partnerstadt Trowbridge. Im Rahmen einer Stadtexkursion, Besichtigungen und Treffen in der St. James's Church, im Trowbridge-Museum, in der Town Hall und schließlich beim abschließenden Arbeitsessen mit der Leer-Trowbridge-Twinning-Association kam es zum regen Austausch: viele historische Parallelen und Berührungspunkte wurden sichtbar, Verbindungslinien herausgearbeitet und schließlich auch eine konkrete Kooperation anlässlich der 800-Jahr-Feier der "Magna Carta" für das Jahr 2015 ins Auge gefasst. Danke, Andy Milroy, dem Team vom Trowbridge Museum und der Twinning-Association für die nette Aufnahme und die tolle, ereignisreiche Zeit - wir sehen uns im nächsten Jahr bei uns in Leer!

Aktuell

Historische Spielstadt "Lüttje Leer" ... Eine Reise ins 16. Jahrhundert

Eine wunderbare Zeitreise ins 16. Jahrhundert unternahmen wir mit 30 Jugendlichen in der Woche vom 4. bis zum 9. August 2014. Mit einem großen "Tag des Offenen Dorfes" ging unsere Projektwoche und diesjährige "Historische Spielstadt Lüttje Leer" zu Ende. Die Kinder lebten, wohnten und arbeiteten eine Woche in ihren „Buden“ und Häuschen, waren handwerklich tätig und stellten zeittypische Produkte her. Es wurde mit Ton gearbeitet, gefilzt, gesponnen und gewebt. In der Küche und an der offenen Feuerstelle wurden originalgetreue Gerichte zubereitet, beim Steinmetz, beim Kräutner, in der Buchdruckerei und in der Lateinschule erfuhren und erlebten die Kinder wie das Leben früher war. Jeden Tag besuchten Schauspieler_innen des Spööler-Klottje den Flecken und konfrontierten die Bewohner mit historischen Ereignissen der Renaissancezeit: der Stiftung des Gallimarkts im Jahr 1508, der Einführung der Reformation im Jahr 1528 oder dem Niederländische Befreiungskrieg, der 1568 ausbrach. Es wurde ein Dorftagebuch geführt, welches ab sofort hier als Download zur Verfügung steht. Die Historische Spielstadt "Lüttje Leer" ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Leer – Stadtarchiv und Kinder- und Jugendförderung – und des Heimatmuseums Leer. Das Projekt wurde gefördert und unterstützt von der VGH Stiftung und der Johann Bünting Stiftung.

Napoleon - Der Film

Im Rahmen der großen Sonderschau zur Napoleonischen Zeit in Ostfriesland haben wir ein animiertes Erklärstück produzieren lassen, das auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise in das Thema einführt. Der Film ersetzt zwar nicht den "echten" Museumsbesuch, eignet sich aber sowohl als Appetithappen als auch als digitales Souvenir: auf unserem Youtube-Kanal lässt sich der Film Napoleon in Ostfriesland jetzt auch außerhalb des Museums genießen. Viel Spaß!

"Macht und Pracht zwischen Leda und Ems"

Spektakuläre Funde aus Schloss und Festung Leerort sind jetzt im Heimatmuseum zu sehen

In den Jahren 2011 und 2012 wurden im Rahmen des INTERREG-IV-Projekts "Netzwerk TOEKOMST" / "Grenzland-Festungsland" umfangreiche archäologische Ausgrabungen in Leerort durchgeführt. Untersucht wurden sowohl der Bereich der ehemaligen gräflichen Residenz als auch das Areal der Festung. Über 20.000 Funde aus dem 15. bis 18. Jahrhundert konnten geborgen werden. Sie dokumentieren in einzigartiger Weise zum einen die prachtvolle Hofhaltung im Schloss der Grafen, zum anderen aber auch das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben der Menschen in der Festung. Seit dem 9. Dezember werden die zum Teil spektakulären Funde im Heimatmuseum Leer gezeigt. Auch eine informative Broschüre wurde aufgelegt. Impressionen von der Eröffnung finden Sie in der Bildergalerie der OZ Leerort-Funde im Heimatmuseum.

Ostfriesen in Amerika – Heimatmuseum Leer startet Internet-Dokumentationsprojekt zur ostfriesischen Amerika-Auswanderung bis 1990

Bereits seit dem 17. Jahrhundert war "Amerika" für viele auswanderungs- willige Europäer ein Lockruf, der Reichtum, Glück und Freiheit versprach. Vor allem aus religiösen und wirtschaftlichen Gründen verließen Menschen ihre europäische Heimat, um sich auf dem immer noch "neuen" Kontinent anzusiedeln. Im 19. Jahrhundert kam es zu einer wahren Auswanderungswelle. Viele Deutsche wanderten aus, um den beengenden, zum Teil auch prekären Lebensbedingungen zu entkommen. Zeitgleich entwickelte sich eine florierende "Auswanderungs- ökonomie" - viele Unternehmen und Reedereien spezialisierten sich auf das Auswanderungsgeschäft. Besonders den deutschen Hafenstädten Bremen bzw. Bremerhaven und Hamburg kam dabei Bedeutung zu. Was bewegte die Menschen, Heim, Hof und Familie zu verlassen, wie "funktionierte" die Übersiedlung nach Amerika, wie fanden sich die Migranten in ihrer neuen Heimat zurecht und auf welche Weise wurden die Verbindungen zur alten Heimat gepflegt - diesen Fragen soll in dem Projekt "Ostfriesen in Amerika" des Museums Leer am Beispiel der Amerika-Auswanderung aus Ostfriesland im 19. und 20. Jahrhundert nachgegangen werden. Die hier zusammen getragenen Daten und Ergebnisse fußen u.a. auf der mehrjährigen Sammelarbeit des Leeraner Heimatforschers Heinrich Böckmann. Sie umfassen auch eine genealogische Datenbank. Über sie wird es möglich sein, die Namen der zwischen 1846 und 1990 ausgewanderter ostfriesischen Familien online zu recherchieren. Die Datenbank ist im Aufbau und wird regelmäßig ergänzt. Die Website, die von dem Historiker Henning Priet, M.A. für das Heimatmuseum konzipiert und entwickelt wurde, ist interaktiv angelegt, bezieht Soziale Netzwerke mit ein und ist auf Austausch angelegt. Hier geht es zur Website "Ostfriesen in Amerika".

Elblag-Leer-Trowbridge:

Museen beschließen Dreier-Partnerschaft

Seit vielen Jahren sind die Städte Leer, Trowbridge und Elblag partnerschaftlich miteinander verbunden. Die Idee, vor allem im kulturellen Bereich näher zusammen zu rücken, beseelte von Beginn an auch den regen Kontakt zwischen den Museen der drei Städte. Nun wurde im Rahmen eines Treffens der MuseumsvertreterInnen in Elblag am 30. August 2013 die offizielle Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. „Eine Partnerschaft zwischen Städten und Ländern lebt vom kreativen, lebendigen Austausch und konkreten Projekten“ – meint der Museumsleiter des Leeraner Museums, Burghardt Sonnenburg. „Besonders reizvoll ist hier der grenzübergreifende europäische Kontext“. Die vielfältigen Verbindungen und Verflechtungen zwischen den drei Ländern und Instituten wurde auch beim gemeinsamen Rundgang durch das Museum in Elblag deutlich. „Es gibt viele Anknüpfungspunkte“ kommentierte Andy Milroy als Vertreter des Trowbridge-Museums, der das Treffen arrangiert hatte. „Wir sprechen über gemeinsame Ausstellungs- oder Forschungsprojekte und Austauschprogramme.“ Auch der im Juni 2013 neu gewählte Bürgermeister von Elblag, Jerzy Wilk, empfing die Museumsvertreter im Rathaus, berichtete über seine Pläne für den weiteren Ausbau von Kultur und Tourismus – und informierte sich über die Ideen und Planungen der Kooperationspartner. Bildimpressionen vom Treffen in Elblag finden Sie hier.

Leer ist "Communauten"-Stadt

Für das Projekt "HeimatRaum" ist das Heimatmuseum Leer von der Stiftung Niedersachsen mit insgesamt 7.000 EURO ausgestattet worden. "Ein toller Erfolg und eine Anerkennung für das Projekt - aber auch für die ganze Stadt." freut sich Museumsleiter Burghardt Sonnenburg. Zusammen mit dem Konzeptkünstler Laas Koehler und im Rahmen einer AG der Leeraner Gutenberg-Schule unter Leitung von Dr. Gunda Stoelken begeben sich die jugendlichen ProjektteilnehmerInnen ab August 2013 auf Spurensuche in Leer. Sie erkunden, untersuchen und dokumentieren "ihre" engsten Heimaträume - Zimmer, Orte, Stellen, Plätze, Treffpunkte - an denen sie sich "heimisch" und "aufgehoben" fühlen - und setzen diese in Beziehung zu den Heimatraum-Erfahrungen in früheren Zeiten. Über soziale Netzwerke, eine gemeinsam erarbeitete Ausstellung und eine lebendig-interaktive HeimatRaum-Installation im Museum werden die Ergebnisse präsentiert. Mehr Informationen zum Communautenprogramm gibt es im Internet hier und auf Facebook.

Neue Dauerausstellungsabteilung zur Stadtgeschichte eröffnet

Durch die Förderung der Sparkassen Kulturstiftung und der Ostfriesischen Landschaft sowie durch das große Engagement der ehrenamtlichen MithelferInnen im Museum konnte ein schon länger gehegter Traum endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Dokumentation und Darstellung der Stadtgeschichte gehörte von Beginn an und stets zu den Zielen der Museumsarbeit in Leer. Noch stärker als bisher soll die bewegte und spannende Geschichte der Ledastadt in der Dauerausstellung betont und vermittelt werden. Neuere Forschungsansätze, ein ergänzter Objektbestand sowie eine moderne und ansprechende Vermittlung mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen fanden dabei Berücksichtigung. Nach der Installation eines komplett neuen LED-Lichtsystems, umfangreichen Ausstellungs- und Vitrinenbauten, umfassender konzeptioneller Überarbeitung und neuer Betextung ist nun ein chronologischer Rundgang durch die Stadtgeschichte vom Frühen Mittelalter bis um 1800 auf Grundlage von Objekten, Bildern, vielfältigen Informationen, Inszenierungen und Mitmachstationen möglich. Jetzt heißt es auch für alle anderen großen und kleinen, nahen und fernen Besucher unserer Stadt und unseres Museums: Herzlich Willkommen in "Hleri" und zur Zeitreise vom Ursprung der Siedlung bis zur Preußenzeit - wir freuen uns auf euch!

Wolff-Stiftung fördert das Heimatmuseum!

Kurz vor Weihnachten durfte Museumsleiter Burghardt Sonnenburg eine großzügige Zuwendung in Höhe von 5000,00 EUR aus den Mitteln der "Hilke und Fritz Wolff Stiftung" entgegennehmen. "Ein echtes Weihnachtsgeschenk!" freut sich Sonnenburg, "aber auch eine schöne Anerkennung für unsere Kulturarbeit. Wir blicken auf ein sehr ereignisreiches, spannendes und erfolgreiches Jahr zurück. Um in dieser Qualität weiter zu machen, sind wir auch in Zukunft - mehr als zuvor - auf Förderungen angewiesen." Das Geld soll für die Restaurierung u.a. einer wertvollen antiken ostfriesischen Anrichte aus der Zeit um 1700 eingesetzt werden. "Wir freuen uns, dass wir mit Hilfe der Wolff-Stiftung diese wichtige Maßnahme zur Erhaltung regionaler Sachkultur und "unseres" kulturellen Erbes durchführen können" zeigt sich auch der Vorstand des Heimatvereins begeistert.

Geschafft aber glücklich: Fast 1500 Menschen wollten 100 Stunden im Museum dabeisein

Es war ein komisches Gefühl, die Museumstür wieder zu schließen und die "normalen" Öffnungszeiten wieder walten zu lassen - nachdem das Haus 100 Stunden lang ununterbrochen geöffnet gewesen war: Geöffnet für einen nicht enden wollenden Strom an jungen und alten Besuchern von nah und fern, tags und nachts – darunter viele neue Gesichter – und alle restlos begeistert von dem bunten, vielfältigen Kulturprogramm. Begeistert aber auch von dem Museum, in dem viele noch nie vorher gewesen waren. Der große Zuspruch und die durchweg positive Resonanz auf diese einzigartige Aktion haben uns begeistert, gestärkt und Mut gemacht – für viele weitere solche Veranstaltungen. Danke allen, die sich beteiligt, engagiert und eingebracht haben! Wir haben einen kleinen Film mit Fotoimpressionen auf unserem Youtube-Kanal für Sie bereit gestellt: 100 Stunden - Der Film.

Dichtgedrängtes mittelalterliches Dorftreiben im Museumshof: Grandioses Finale für die Projektwoche "Lüttje Leer" am 28. Juli 2012

Das Feuer ist verraucht, Säge und Hammer ruhen, die letzte Borte ist gewebt, der letzte Krug getöpfert. Schon Samstag abend begann der Abbau der historischen Spielstadt "Lüttje Leer" im Hof des Heimatmuseums. Bis zum frühen Samstagabend tobte, brodelte und pulsierte hier das mittelalterliche Leben. Über 220 BesucherInnen kamen durch den Zeittunnel ins Dorf und ließen sich in das späte Mittelalter versetzen - ein magisches, mitreißendes Wimmelbild! Eine Woche lang hatten 31 Kinder hier gewoben, getöpfert, geschmiedet, gefilzt, geschnitzt und gekocht. Am Samstag präsentierten und erklärten die jungen Zeitreisenden den zahreichen großen und kleinen Gästen "ihr" Handwerk, mittelalterliches Leben und Arbeiten - und: es durfte mitgemacht und gekauft werden! Gegen 18:00 Uhr ebbte der Besucheransturm langsam ab und das 21. Jahrhundert hatte die Organisatoren wieder. "Auch wir haben in dieser Woche viel gelernt und erfahren." so Mitorganisator Burghardt Sonnenburg, der sich auch bei den vielen ehrenamtlichen Kräften bedankt: "Ohne das Engagement dieser Menschen wäre das nicht in dieser Form machbar gewesen." Die "Historische Spielstadt Lüttje Leer" ist ein gemeinschaftliches Projekt von Kinder- und Jugendförderung, Stadtarchiv und Heimatmuseum. Angelehnt an die Buchreihe "Die Lesepiraten und das Geheimnis des Schlüssels" wird in der Spielstadt, die regelmäßig stattfinden soll, jeweils eine andere historische Epoche aufgegriffen. Im mittelalterlichen "Skriptorium" wurde das diesjährige Dorftreiben in Bild und Wort dokumentiert. Hier steht jetzt das "Dorftagebuch" zum Download bereit.

MWK-Förderung für das Heimatmuseum!

Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, überreichte feierlich bei einer Tasse Tee dem Heimatmuseum Leer eine Zuwendung in Höhe von 33.561 Euro. Die Förderung stammt aus dem Investitionsprogramm für kleine Museen in Niedersachsen und soll für die Installation von Museums- und Ausstellungslicht sowie Vitrinen- und Objektbeleuchtungen eingesetzt werden. Die Beleuchtungsanlagen sind größtenteils veraltet und sollen durch moderne LED-Leuchtsysteme ersetzt werden. „Über diese Förderung freuen wir uns sehr. Das bringt uns einen großen Schritt voran und gibt uns Kraft für alle weiteren.“ so Burghardt Sonnenburg, Leiter des Museums. Albert Wehner, Vorsitzender des Heimatvereins, bedankte sich mit dem "Jahrhundertbuch" des Heimatvereins. Bei der anschließenden kleinen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung und den Kaufmannsladen entwickelten sich spannende Gespräche. Auch vom Leben und Treiben im Mittelalterdorf "Lüttje Leer" war die Ministerin sehr angetan: Impressionen

Eine Karte - vier Museen! Das Leeraner Kombiticket ist da. Verkaufsstart am 8. Mai 2012

München hat es, Berlin auch – und Wien sowieso: ein Kombiticket für die Museen. Ein tolles Angebot, vor allem für Touristen und Ausflügler, die so bequem und meist mit Preisvorteil mit einer einzigen Karte in den Genuss der vielfältigen Kultur- und Ausstellungsangebote der jeweiligen Stadt kommen. „Was die können, können wir schon lange!“ – dachten sich die Vertreter der vier Museen des Leeraner „MuseumsViertels“ und traten mit dem Entwurf einer Kombikarte an die Stadt Leer heran. Die war Feuer und Flamme und unterstützte das Vorhaben auch finanziell. Die Idee: der Erwerb eines „Kombitickets“ gestattet den Besuch aller vier Museen – Heimatmuseum, Böke-Museum, Haus Samson und Bünting Teemuseum. „Die Karte ist ein Jahr lang gültig, das macht die Sache auch für die Menschen interessant, die im Laufe eines Jahres mehrfach in die Region kommt“, erläutert Burghardt Sonnenburg vom Heimatmuseum Leer die Vorteile. In den besuchten Museen erhält der Ticketinhaber dann jeweils einen Stempel. Das komplett abgestempelte Ticket berechtigt darüber hinaus zur Teilnahme an einer Verlosung mit attraktiven Preisen. Erhältlich sein wird das Kombiticket ab 8. Mai 2012 in den Museen, im Bürgerbüro, der Tourismuszentrale und bei weiteren Partnern im Stadtgebiet.

Besucht uns auf Facebook!

Aktuelle Termine und Veranstaltungshinweise sowie Aus- und Rückblicke auf Events und Aktionen findet ihr jetzt auch auf unserer Facebook-Seite. Informationen, Inhalte, Seiten und Links zur Stadt- und ostfriesischen Geschichte und Kultur? Her damit! Eure Meinungen und Ansichten sind gefragt, macht mit! Hier geht es zur Seite.

Impressionen

Projekt "Historische Spielstadt Lüttje Leer" Juni/Juli 2016

Sonderausstellung "Unverschämtes Glück. Fotografien aus Deutschland von Robert Lebeck" April 2016

Nachtspaziergang September 2015

Sonderausstellung "475 Jahre Mennoniten in Leer" Juli 2015

Sonderausstellung "Die Post ist da!" März 2015

Projektbericht Heimatraum August 2014

Projekt "Historische Spielstadt Lüttje Leer" August 2014

Sonderausstellung "HeimatRaum Leer" Juni 2014

Sonderausstellung "Niederländische Fliesen in Riga" April 2014

Sonderausstellung "500 Jahre Sächsische Fehde" März 2014

Sonderausstellung "Ostfriesland unter Napoleon" Dezember 2013

Finissage Sonderausstellung "Der grüne Rebell" Oktober 2013

Museumsforscher decken auf März 2013

Weltgästeführertag 2013

100 Stunden Offenes Museum September 2012

100 Jahre Heimatmuseum Leer Juli 2012

Historische Spielstadt Lüttje Leer Juli 2012

Vorstellung des museumspädagogischen Programms Juli 2012

Eine Karte - vier Museen: Das Leeraner Kombiticket Mai 2012

Sonderausstellung "Wilde Zeiten" März 2012

Nachtspaziergang September 2011

Sonderausstellung "Krieg den Palästen" Juni 2011

Sonderausstellung "Rosen aus Wallendorf" März 2011

Sonderausstellung "Friesland ist ein plattes Land" Oktober 2010