Die Frontansicht des Museums

Moin!

Herzlich willkommen auf der Webseite des Heimatmuseums Leer. Wir möchten Sie auf diesem Weg über unsere Einrichtung, unsere Arbeit und über aktuelle Veranstaltungen informieren.

Wir freuen uns auf Sie! Bitte nehmen Sie weiterhin Rücksicht!

Leer, 09.05.2022. Das freiwillige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Museum begrüßen wir. Bitte halten Sie im Museum wenn möglich Abstand voneinander. Bitte achten Sie auf regelmäßiges Händewaschen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Entdecken des Heimatmuseums Leer! Vielen Dank für Ihr Verständnis

Sonntag, 10.07.2022, 14.30 Uhr, letzte Öffentliche Führungen zur Ausstellung "Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit

Um 14.30 Uhr bieten wir eine öffentliche Führung (45 Min.) für Einzelbesucher*innen durch die aktuelle Sonderausstellung an. Kosten: 2,50 € p. P. zzgl. Eintritt.

Heimatmuseum Leer beteiligt sich mit abwechslungsreichen Veranstaltungen am Ferienprogramm der Stadt Leer

Folgendes bieten wir Euch in der Zeit vom 19. Juli bis zum 3. August 2022 an:

Dienstag, 19.07.2022, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr, Abenteuerführung mit Schatzsuche

Museum als Abenteuer - findet Ihr die verborgenen Schätze? Nach einer erlebnisreichen und lebendigen Museumsführung beginnt die Suche nach den wertvollen Dingen im ganzen Museum.

Die Abenteuerführung richtet sich an Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahre. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 12 Kinder beschränkt. Kosten: 4,00 € p. P. Anmeldung unter info@heimatmuseum-leer.de oder Tel. 0491 / 2019.

**Bereits ausgebucht - Anmeldungen nur noch auf Warteliste**

Donnerstag, 21.07.2022, 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr, Töpfern für Kinder

Ton und Lehm waren bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wichtige Werkstoffe für die hier lebenden Menschen. Von der urzeitlichen Urne, über den mittelalterlichen Kugeltopf, den Prachtteller mit Renaissancedekor bis hin zum gebrannten Dachziegel oder Backstein: mit Tongefäßen ließ sich aufbewahren, transportieren, schmücken und bauen. Ihr erlernt einfache Formtechnicken mit Ton und könnt historische Gefäße aus dem Museum nachbilden oder eigene Kunst schaffen.

Der kleine Workshop richtet sich an Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahre. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 15 Kinder beschränkt. Kosten: 4,00 € zzgl. 3,00 Materialkosten p. P. Anmeldung unter info@heimatmuseum-leer.de oder Tel. 0491 / 2019.

Dienstag, 26.07.2022, 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr, Kinderleben im 19. Jahrhundert

Die Industrialisierung verändert im 19. Jahrhundert die Welt. Viele Menschen ziehen vom Dorf in die Stadt. Fabriken entstehen, Maschinen ersetzen menschliche Arbeitskraft. Der Alltag verändert sich grundlegend. Wir reisen 200 Jahre zurück und erfahren am eigenem Leib, wie beschwerlich und aufregend anders das Leben der Kinder damals war.

Die Führung richtet sich an Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahre. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 12 Kinder beschränkt. Kosten: 4,00 € p. P. Anmeldung unter info@heimatmuseum-leer.de oder Tel. 0491 / 2019.

Mittwoch, 03.08.2022, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr, Für junge Entdeckerinnen und Entdecker - Rundgang durch die historische Altstadt

Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte der Flecken Leer eine Zeit wirtschaftlicher Blüte, die heute noch im Ort sichtbar ist. Der Hafen am Waageufer und der Handel prägten damals das Stadtbild, das Arbeiten und Wohnen der Menschen in Leer. Rund um den Waageplatz und den Schiffsanleger gruppierten sich Waage, Stadthaus, Post- und Zollstation. In Neuer Straße, Königstraße und Rathausstraße wurden Lager- und Packhäuser mit Lastenaufzügen errichtet, viele Firmenkontore und Geschäfte etablierten sich hier. Im Rahmen eines spannenden Stadtrundgangs taucht Ihr in die spannende Vergangenheit Leers ein und lernt die historische Altstadt, in der sich viele Gebäude aus dem 18. Jahrhundert erhalten haben, kennen.

Die Führung richtet sich an Kinder im Alter zwischen 9 und 14 Jahre. Die Teilnehmendenzahl ist auf max. 15 Kinder beschränkt. Kosten: 4,00 € p. P. Treffpunkt ist das Heimatmuseum. Anmeldung unter info@heimatmuseum-leer.de oder Tel. 0491 / 2019.

Vortrag: Dr. Katrin Stern, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Syke, Erziehung zur „Volksgemeinschaft“ – Leeraner Volksschullehrkräfte im „Dritten Reich“. Donnerstag, 22.09.2022, 19.00 Uhr, Klottje-Huus, Eintritt 5,00 €

Bei dem Transfer nationalsozialistischer Vorstellung in die Lebenswelt der Bevölkerung nahmen Volksschullehrkräfte eine zentrale Rolle ein. Schließlich besuchten über 90% der Kinder jedes Schuljahrganges die Volksschule. Überdies übernahm das Lehrpersonal auch im Landkreis Leer wichtige Funktionen in den Gesangs- und Sportvereinen und in der Kirche. Insbesondere die hohen Mitgliedsraten der Lehrkräfte in der NSDAP, ihren Gliederungen, Verbänden und Organisationen lassen außerdem ein hohes Engagement für den Nationalsozialismus erwarten. Im Vortrag soll dieser Vermutung nachgespürt werden. Neben der nationalsozialistischen Einbindung des Lehrpersonals im Landkreis Leer wird die inner- und außerschulische Handlungspraxis zwischen 1933 und 1945 analysiert und damit der Versuch unternommen, die Bedeutung des Lehrpersonals für die Herstellung einer nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" herauszuarbeiten.

Lesung: Joachim Strybny, Schulleiter a.D. Ulrichsgymnasium Norden, "Wer fragt schon die Kinder? Von Schlesien nach Ostfriesland." Donnerstag, 09.06.2022, 19.00 Uhr, Klottje-Huus, Eintritt 5,00 €

Joachim Strybny, gebürtiger Schlesier, der als Kind über Umwege in Norden eine neue Heimat fand, liest aus seiner Biografie "Wer fragt schon die Kinder", die mittlerweile in vierter Auflage erschienen ist. Im Zentrum steht die Frage: Was und wie empfindet ein Kind, das aus seiner Heimat vertrieben wird? Das Gefühl ständiger Bedrohung und Fremdheit ist dominierend. Dabei beschränkt sich der Autor nicht nur auf seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, sondern bindet diese in größere Zusammenhänge ein und reflektiert diese vor dem aktuellen Fluchtgeschehen. Der Autor und gefragte Zeitzeuge schrieb eine Geschichte "von unten". Das Buch ist auch im Heimatmuseum Leer zum Preis von 14,90 € erhältlich.

Sonntag, 15.05.2022, 10.00 bis 17.00 Uhr, Internationaler Museumstag - "Museen mit Freude entdecken!" Eintritt frei

Zum Internationalen Museumstag bietet das Leeraner Heimatmuseum ganztägig ein buntes Programm mit Führungen, Mitmach- und Erlebnisangeboten rund um das diesjährige Motto "Museen mit Freude entdecken" an. Zum Programm: 11.30 Uhr Führung durch die Stadtgeschichte mit Günter Kambeck (45 Min.), 13.00 Uhr Kindermitmachaktion: alte Klatschspiele und Kinderlieder mit Menna Hensmann, 14.00 Uhr Abenteuerführung mit Schatzsuche mit Gunda Winterboer (45 Min.), 15.00 Uhr Kindermitmachaktion: alte Klatschspiele und Kinderlieder mit Menna Hensmann, 15.00 Uhr Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Vom Ihr zum Wir" mit Oliver Freise (30 Min.). Ein Museumsflohmakrt (11.00 bis 16.00 Uhr) sowie eine Tee- und Kaffetafel mit Kuchenbuffet (13.00 bis 16.00 Uhr) runden das Angebot ab. Bei gutem Wetter können auch der Museumshof und der -garten genutzt werden.

Vortrag: Lennart Bohne, M.A., Pädagogischer Leiter der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld, "Die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten im Niedersachsen und nördlichen Ostfriesland." Donnerstag, 12.05.2022, 19.00 Uhr, Klottje-Huus, Eintritt 5,00 €

»Das waren für uns Ausländer«. Die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Niedersachsen und Ostfriesland. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens jede*r Vierte eine Zwangsmigration hinter sich. Die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten trugen in der Folge entscheidend zum Aufbau des Bundeslandes bei. Doch wie verlief ihre Ankunft und Aufnahme konkret und welche Hindernisse gab es dabei? In seinem Vortrag wirft Lennart Bohne einen Blick in die Zeitgeschichte und fragt ob das allgemeine Narrativ der erfolgreichen Integration und Zusammenrücken in der »Stunde Null« dem Gesamtbild gerecht wird.

Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung fördert Fassadensanierung des Heimatmuseums mit 42.200 Euro

Leer, 10.05.2022. Gestern übergab Dr. Reinhold Kolck, stellv. Vorstandsvorsitzender der Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung, an die Vorsitzende des Heimatvereins Leer, Hilke Boomgaarden und ihren Vertreter Heinz Hauschild, den Zuwendungsbescheid. Mit 42.200 € fördert die Norder Stiftung die dringend notwendige Fassadensanierung des Museumsgebäudes Neue Straße 12 des Leeraner Heimatvereins.Dr. Reinhold Kolck, Reinhard Canenbley, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, und Dr. Klaas-Dieter Voß, Syndikus, waren persönlich ins Heimatmuseum gekommen, um den Zuwendungsbescheid an den Heimatverein zu übergeben. „Die Stiftung fördert damit ein Projekt, das für den Heimatverein und den Fortbestand des Museumsgebäudes, aber auch für die Attraktivität des Historischen Museumshafens in der Altstadt von Leer von besonderer Wichtigkeit ist. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, eine solch hohe Fördersumme zu bekommen. Das Geld ist aber gut angelegt“, freute sich Hilke Boomgaarden über die Förderzusage. Dr. Klaas-Dieter Voß, erklärte: „Die Rekonstruktion der Vorderfront des Hauses Neue Str. 12 ist eine über reine Erhaltungsmaßnahmen hinausgehende Planung, die nicht zuletzt auch dazu dient, die Leeraner Altstadt architektonisch zu bereichern. Der Einfluss hannoverscher Architekturgestaltung manifestiert sich am Rundbogenstil und ist eine Reminiszenz an die Zeit als Ostfriesland Teil des Königreichs Hannover war." Mit dieser Förderzusagen ist die Finanzierung dieses umfangreichen Projekts sichergestellt. Die Kosten hierfür wurden auf rd. 170.000 € geschätzt. Nach der Sanierung der Außenfassade des denkmalgeschützten Museumsgebäudes Neue Straße 14 im Jahr 2020, kann nun ebenfalls die Fassade des Nebengebäudes Neue Straße 12 restauriert und in seinen historischen Ursprung aus Mitte des 19. Jahrhunderts zurückversetzt werden. Auch die Sanierung des rückwärtigen Gebäudebereichs, der im Wesentlichen die sog. v. Rheden-Kamer betrifft, steht in diesem Jahr noch an.

Vortrag: Horst Milde, Landtagspräsident a.D., "Flucht, Vertreibung und Aufnahme in einer neuen Heimat." Donnerstag, 28.04.2022, 19.00 Uhr, Klottje-Huus, Eintritt 5,00 €

Im Rahmen der Sonderausstellung "Vom Ihr zum Wir" spricht der ehemalige Bürgermeister der Stadt Leer über seine Flucht und anschließende Vertreibung aus Breslau. Dabei wird er auch über seine Aufnahme in Holtland und die Zeit danach, die ihn in das höchste Staatsamt (Präsident des Niedersächsischen Landtages) in Niedersachsen führte, eingehen.

Veränderte Öffnungszeiten ab Freitag, 01.04.2022!

Leer, 28.03.2022. Ab Freitag, 01.04.2022, gelten im Heimatmuseum Leer neue Öffnungszeiten. Geöffnet ist das Museum dann Dienstags bis Sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Montags bleibt das Museum geschlossen. Für Führungen und Kindergeburtstage öffnet das Heimatmuseum auch außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten.

Eröffnet! Ausstellung „Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit“ (25.03. – 17.07.2022)

Leer, 25.03.2022. Nach über zweijähriger Pause präsentiert das Heimatmuseum wieder eine Sonderausstellung. Gestern eröffneten der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Heinz Hauschild, Dr. Barbara Magen, vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen, sowie Oliver Freise, M.A. Leiter des Heimatmuseums, die neue Schau. Zum 75-jährigen Jubiläum der Gründung des Landes Niedersachsen konzipierte der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V. (MVNB) im Rahmen des Projektes „Herkunft. Heimat. Heute.“ die Wanderausstellung „Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit“. Das Heimatmuseum Leer hat diese Schau durch beeindruckende Exponate erweitert, die auch die Situation in Ostfriesland und speziell in Leer zwischen 1945/46 und 1955 beleuchten. Die Ausstellung entstand in dem vom MVNB getragenen Projekt „Herkunft. Heimat. Heute.“, das sich der nachhaltigen Sicherung der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten widmet. Das Projekt wird durch Mittel des Landes Niedersachsen und aus § 96-Mitteln des Bundes finanziert. Projektpartner sind die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Editha Westmann (MdL), und das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg.

Land Niedersachsen unterstützt Sanierung des Heimatmuseums Leer!

Leer, 07.01.2022. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt die Sanierung der sog. Von Rheden-Kamer mit 75.000 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, am Freitag, 7. Januar 2022, an den Heimatverein Leer. Die Mittel stammen aus dem Niedersächsischen Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen. „Mit der Förderung trägt das Land dazu bei, das historische Erbe Ostfrieslands zu bewahren, zu dokumentieren und weiterzugeben. Das im wahrsten Sinn des Wortes ausgezeichnete Heimatmuseum bringt die Geschichte vom Leben und Arbeiten der Menschen von einst zu den Menschen von heute“, so Kulturminister Björn Thümler. „Ich freue mich, dass wir die haupt- und ehrenamtlich geleistete museumspädagogische Arbeit unterstützen können, indem wir beispielweise dazu beitragen, dass der insbesondere bei Schulen beliebte Gruppenraum ,Von-Rheden-Kamer‘ wieder nutzbar gemacht werden kann.“ „Die Hoffnung, über die Antragstellung beim Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen eines unser dringendsten Projekte im Jahr 2022 in Angriff nehmen zu können, hat sich mit der Zusage des MWK Ende des vergangenen Jahres erfüllt. Ich freue mich unglaublich über die Bewilligung der vollen von uns beantragten Summe in Höhe von 75.000 Euro. An unserem Beispiel zeigt sich, wie wichtig das Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen ist. Mit dieser Unterstützung können wir hoffentlich im nächsten Jahr die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen für Teile unserer Museumsarbeit anbieten“, so Hilke Boomgaarden, Vorsitzende des Heimatvereins Leer e.V.

Neue Öffnungszeiten im Heimatmuseum Leer!

Leer, 31.12.2021. Ab dem 1. Januar 2022 gelten im Heimatmuseum Leer neue Öffnungszeiten. Von Januar bis März ist das Museum Mittwochs bis Sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet. Von April bis einschließlich Oktober Dienstags bis Sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Ab November bis März wieder Mittwochs bis Sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr.

Virtueller Rundgang durchs Heimatmuseum jetzt online!

Um Ihnen die Möglichkeit zu geben unsere Dauerausstellung auch digital zu besuchen, haben wir in Zusammenarbeit mit den Experten von 3D Blickwinkel einen virtuellen Museumsrundgang erarbeitet. Um in den Genuss der vielfältigen Optionen zu kommen (Schlendern durch die Räume durch Klick auf die Ringe, 3D-Puppenhaus mit Raumanwahl, Erschließung einzelner Etagen, Aufsicht auf die Grundrisse) sind die Cookies wichtig, die einmal aktiviert werden müssen. Beachten Sie das Menü und den Punkt "Hilfe" für Fragen zur Navigation. Wir wünschen viel Spaß:

Ausstellungskatalog "Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die Leeraner Künstler Gottlieb Kistenmacher (1825 – 1900) und Heinrich Vosberg (1833 – 1891)" erschienen

Kürzlich endete die vom Heimatmuseum und dem Kunsthaus Leer gemeinsam ausgerichtete und an beiden Standorten gezeigte Ausstellung „Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die Leeraner Künstler Gottlieb Kistenmacher (1825 – 1900) und Heinrich Vosberg (1833 – 1891)“. Auf Grundlage der dort gezeigten Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken sowie weiterer Quellen entstand ein reich bebilderter Katalog, der jetzt vorliegt. Er befasst sich vertiefend mit dem Schaffen der vom Biedermeier und der Spätromantik geprägten ostfriesischen Künstler, indem ihre unterschiedlichen Lebenswege, ihre künstlerischen Themen und Arbeitsweisen darin erläutert und mit Bildbeispielen belegt werden. Während Gottlieb Kistenmacher den Großteil seines Lebens in Leer verbrachte und in der Region für seine wirklichkeitsnahen, miniaturhaften Zeichnungen ostfriesischer Schlösser, für seine Stadt- und Dorfansichten sowie für detailgenaue Darstellungen industrieller Bauwerke bekannt war, ließ sich Heinrich Vosberg an der renommierten Düsseldorfer Malerschule bei Johann Wilhelm Schirmer als Landschaftsmaler ausbilden. Vosberg brachte eine stimmungsvolle, aus poetischen Waldstücken, teils mit Staffagefiguren ausgestatteten Landschaften sowie aus Szenen des bäuerlichen Lebens bestehende Malerei hervor, wobei er seine Motive überwiegend im Süden Deutschlands fand. Gefördert wurden die Ausstellung und der Katalog von der Sparkassen-Kulturstiftung LeerWittmund, der EWE Stiftung, der Hans-Heyo Prahm Stiftung sowie der Hilke und Fritz Wolff Stiftung in Leer.

„Die Sonderausstellung und der Katalog über die beiden herausragenden Leeraner Künstler sind nicht nur Ausdruck einer lebendiger Kunst- und Kulturgeschichte, sondern auch wichtige Bausteine für die Bewahrung einer regionalen ostfriesischen Identität. Die EWE Stiftung hat deshalb gerne einen finanziellen Beitrag zu diesem Projekt beigetragen." kommentierte Dr. Stephanie Abke von der EWE Stiftung das Projektergebnis.

Der beim Isensee Verlag in Oldenburg erschienene Katalog umfasst 80 Seiten und enthält Beiträge von Susanne Augat und Burghardt Sonnenburg. Zu beziehen ist er für 16,80 € im Buchhandel und nach telefonischer Rücksprache bzw. nach Kontaktaufnahme per email beim Heimatmuseum Leer sowie im Kunsthaus.

Von Leer nach Chicago. Das Auswanderertagebuch von C. J. Tebbens (1851-1948)

Es ist eine spannende Auswandererbiografie, die der 1851 in Leer als Sohn eines Schönfärbermeisters geborene Christoph Johann Tebbens der Nachwelt in Form eines 500-seitigen Tagebuchs hinterließ. C. J. Tebbens wanderte im Jahr 1866 mit 15 Jahren über Oldenburg und Bremerhaven von Ostfriesland nach New York aus. Er schlug sich mit Gelegenheitsjobs in New York, als Fleischverkäufer in Chicago und als Farmer in Missouri durch, bevor er 1883 als „Meat Inspector“ in Chicago sesshaft wurde. Als amerikanischer Bürger und Fleischbeschauer in Chicago erlebte Tebbens hautnah mit, wie sich die Stadt Chicago zum Inbegriff der siedenden, explosionshaft wachsenden, amerikanischen Großstadt wandelte. Arbeiterelend und Unruhen, Korruption, Prohibition, Kriminalität und Gangsterunwesen, aber auch den Siegeszug moderner Errungenschaften wie Elektrizität, Automobil, Telefon und technische Sensationen wie die immer höher in den Himmel „wachsenden“ Wolkenkratzer und die ersten Luftschiffe – all das nahm der Ostfriese als Zeitzeuge aus nächster Nähe wahr. Nach Ostfriesland kehrte er nicht zurück – blieb aber seiner Heimat auf vielfache Weise stets verbunden.

Sein prächtiges Tagebuch, das er bis 1942, sechs Jahre vor seinen Tod, führte, blieb im Familienbesitz und gelangte über seine Tochter Anna Laurelia und deren Tochter Annette in das Archiv der Universität in Michigan. Durch die Vermittlung des Schwiegervaters der Ur-Urenkelin, Uwe Burmeister, kehrte das Buch im März 2020 zusammen mit anderen Hinterlassenschaften als temporäre Leihgabe „heim“ in das Heimatmuseum Leer und in eine neu eingerichtete Dauerausstellungsabteilung. Im Rahmen des von der Ostfriesischen Landschaft geförderten Projekts „Von Leer nach Chicago. Das Auswanderertagebuch des C. J. Tebbens (1851-1948)“ wurde das Original-Tagebuch digital reproduziert und eine Transkription angefertigt. Das Werk lässt sich so erstmals im Ganzen lesen und ermöglicht umfassende Recherchemöglichkeiten. Folgende Materialien stehen zum Betrachten und zum Download bereit:

Das Auswanderertagebuch von C. J. Tebbens (1851-1948) - Digitalisat

Auswanderertagebuch von C. J. Tebbens - Digitalisat

Das Auswanderertagebuch von C. J. Tebbens (1851-1948) - Transkription

Auswanderertagebuch von C. J. Tebbens - Transkription

Von Leer nach Chicago - Ein Essay

Von Leer nach Chicago

Lions Club fördert FSJ-Stelle 2020/21 im Heimatmuseum Leer

Mit großer Freude nahmen Hilke Boomgaarden und Enno Weege vom Vorstand des Heimatvereins Leer zusammen mit Museumsleiter Burghardt Sonnenburg am vergangenen Freitag von Vertretern des Lions Clubs Leer den symbolischen Scheck in Höhe von 7.135,00 EURO zur Finanzierung einer FSJ-Stelle im Heimatmuseum Leer für den Jahrgang 2020/21 entgegen. Jan Cramer freut sich schon, am 1. September 2020 seinen Dienst im Museum zu beginnen. Jungen Leuten eine Perspektive und die Möglichkeit zur Berufsorientierung im Bereich "Kultur" zu geben - das ist die gute Idee hinter dem Engagement des Lions Club, der sich entschloss, die Erlöse aus dem "Lions Adventskalender" für dieses Projekt einzusetzen. Auch das Lern- und Förderzentrum am Deich und die Tagesförderstätte Bunde e. V. konnten sich über entsprechende Zuwendungen freuen.

Historischer Arbeitskreis „Kleine Forscher“ präsentiert neuen Stadtrundgang zum Thema „Leer im Mittelalter“

Im 2018 mit Hilfe der „Stiftung Ostfriesische Volksbank“ gegründeten Historischen Arbeitskreis „Kleine Forscher” beschäftigen sich Kinder und Jugendliche „als Forscher” im Museum regelmäßig mit lokalgeschichtlichen Themen und entwickeln eigenständig museale Projekte. Im Projektjahr 2018/19 stand das Thema „Leer im Mittelalter” im Mittelpunkt. Ziel war - neben der Konzeption einer Ausstellung, die von der VGH-Stiftung kofinanziert und am 25. September 2019 eröffnet wird - die Erarbeitung einer Mittelalter-Stadtführung „von Kindern für Kinder“ und die Produktion eines gedruckten Stadtführers „Leer im Mittelalter”. Mit Hilfe der „Hilke und Fritz Wolff-Stiftung“ konnte 2018 hierfür eine FSJ-Stelle im Heimatmuseum eingerichtet werden. Im Rahmen des FSJ-Projekts wurde mit insgesamt acht AG-Teilnehmer-innen in einer wöchentlich stattfindenden AG der "Historische Stadtrundgang" konzipiert und im August 2019 in gedruckter Form vorgelegt. Das Faltblatt ist im Heimatmuseum erhältlich und wird auch im Stadtgebiet verteilt. Die digitale Version gibt es hier zum Download. Anfragen für Führungen nimmt das Heimatmuseum gern entgegen.

Eine Karte - vier Museen: Museen in Leer bieten neue Kombikarte an

Die Leeraner Museumslandschaft ist einzigartig und vielfältig. Damit möglichst viele Menschen in den Genuss eines umfassenden Museumserlebnisses kommen, bieten Stadt und Landkreis Leer mit dem Schloss Evenburg und den Leeraner Museen in der Altstadt jetzt eine neue Kombikarte an. Die Karte kostet 8 EURO, ist ab sofort in den Museen erhältlich und umfasst den (stark rabattierten) Eintritt in das Schloss Evenburg, in das Bünting Teemuseum, in das Haus Samson und in das Heimatmuseum. Im Rahmen eines Pressetermins in der Evenburg stellten Landrat Matthias Groote und der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner zusammen mit Karin Scheffermann (Landkreis Leer), Jan Wolff (Haus Samson), Celia Hübl (Bünting Teemuseum), Burghardt Sonnenburg (Heimatmuseum Leer) und Birgit Zimmermann (Schloss Evenburg) das neue Angebot vor.

Handelsverein Leer stiftet Lernmöbel und Lehrmaterialien im Wert von 3.000,00 EURO für Historischen Arbeitskreis "Kleine Forscher" im Heimatmuseum Leer

Über 20 begeisterte Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren treffen sich regelmäßig im Arbeitskreis „Kleine Forscher“ im Heimatmuseum Leer und beschäftigen sich mit der Geschichte der Stadt Leer und Ostfrieslands. In diesem Jahr steht das Thema „Leer im Mittelalter“ im Mittelpunkt. Neben den regulären Treffen werden Projekt- und Erlebnistage sowie Exkursionen veranstaltet, bei denen spezielle Themen erlebnisorientiert vermittelt werden. Die gemeinsam erarbeiteten historischen Inhalte und kreativen Ergebnisse werden Jahr für Jahr in einer Präsentation verarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die AG-Arbeit im Museum bzw. für Outdoorveranstaltungen u.a. in der Historischen Altstadt fehlte es bisher an adäquaten Lernmöbeln, Tischen und Stühlen, Sitzkissen und Arbeitsunterlagen. Mit Hilfe einer großzügigen Zuwendung in Höhe von 3.000,00 EURO des Handelsvereins Leer konnten der Heimatverein und das Heimatmuseum jetzt für diesen wichtigen Teil der Museumsarbeit entsprechende Materialien anschaffen. „Kinder und Jugendliche an das Museum, die Ortsgeschichte und geschichtliche Themen heranzuführen stellte schon immer ein Hauptanliegen der Museumsarbeit dar.“ kommentierte Museumsleiter Burghardt Sonnenburg – „Umso mehr freut es uns, dass der Handelsverein uns gerade in diesem Segment so wunderbar unterstützt.“

Das Heimatmuseum als Ort der kulturellen Begegnung und Integration – LIONS Förderverein Leer e. V. fördert Integrationsarbeit des Heimatvereins Leer mit 10.825,00 EURO

Kulturellen Einrichtungen und insbesondere Museen kommt bei der Integration von Menschen, vor allem von Menschen mit Migrations- bzw. Fluchterfahrungen, eine herausgehobene und steigende Bedeutung zu. Dass gerade Museen diesen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten und leisten können, zeigen bereits einzelne Projekte zur Integrationsarbeit von Migrant-innen die mit großer Leidenschaft in Museen auf lokaler Ebene umgesetzt werden. Hierzu ist eine gute Vernetzung mit entsprechenden Initiativen erforderlich. In der Praxis zeigt sich, dass die meisten Museen mit diesen zusätzlichen Aufgaben neben dem laufenden Museumsbetrieb oftmals an ihre Grenzen stoßen und die finanziellen und personellen Strukturen größeres Engagement oft einschränken. Eine gezielte Förderung dieses – neuen, wichtigen – musealen Aufgabenfelds hilft, verstetigte, nachhaltige Angebote und Einzelprojekte in den Häusern zu entwickeln.

Mit Hilfe der Förderung des LIONS Fördervereins Leer e. V. soll dieser wichtige museale Aufgabenbereich gefördert und weiterentwickelt werden. Neben regelmäßigen Begegnungen, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern zum Thema „alte“ und „neue“ Heimat austauschen, gemeinsame Ausstellungsprojekte und Vermittlungsformate entwickeln, soll eine interkulturelle Plattform eingerichtet werden. Hier treffen sich Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen zum zwanglosen Austausch im Museum, um die jeweils andere Kultur sinnlich in der „echten“ Begegnung zu erfahren. In diesem Kontext werden auch gemeinsame Veranstaltungen und Vorträge für eine interessierte Öffentlichkeit ins Auge gefasst. Perspektivisch sollen eine feste Abteilung in der Struktur des Heimatvereins geschaffen und auch das „klassische“ Ehrenamt des Museums und des Heimatvereins für Migrant-inn-en geöffnet werden.

"Kleine Forscher" im Heimatmuseum - Anmeldungen ab sofort möglich

Seit vielen Jahren gehören die Museumspädagogik und die Vermittlung von Geschichte an junge Zielgruppen zu den wichtigsten Elementen der Museumsarbeit. Im neu gegründeten Historischen Arbeitskreis „Kleine Forscher“ setzen sich Kinder und Jugendliche „als Forscher“ im Museum regelmäßig mit stadt- und regionalgeschichtlichen Themen auseinander, erschließen Quellen und Fachliteratur und entwickeln eigenständige Projekte wie z.B. Ausstellungen und Führungen. Der Arbeitskreis richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren. Mitmachen kann jede/r, die/der Interesse und Begeisterung für Geschichte mitbringt und Lust hat, sich regelmäßig mit Gleichgesinnten im Museum zu treffen und auszutauschen. Wir treffen uns alle zwei Wochen dienstags 14-15:30 Uhr im Heimatmuseum. Neben den regulären Treffen werden Projekt- und Erlebnistage, Exkursionen und Experimente veranstaltet. Die "Kleinen Forscher" erhalten einen Mitgliedsausweis, der zum kostenlosen Besuch des Museums berechtigt. Anmeldungen werden ab sofort im Heimatmuseum Leer und unter info@heimatmuseum-leer.de entgegen genommen. Weitere Informationen gibt es in der Infobroschüre Kleine Forscher und auf der Website Kleine Forscher. In jedem Jahr steht ein anderes Thema im Mittelpunkt. Die gemeinsam erarbeiteten historischen Inhalte und kreativen Ergebnisse werden am Ende jedes Projektjahrs der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Projektjahr 2018/2019 wird das Thema „Leer im Mittelalter“ behandelt und soll im September 2019 in einer Ausstellung, einer Stadtführung und einem gedruckten Stadtrundgang verarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Historische Arbeitskreis "Kleine Forscher" wird gefördert und unterstützt von der Stiftung Ostfriesische Volksbank sowie von der Hilke und Fritz Wolff-Stiftung.

Heimatmuseum Leer erhält Museumsgütesiegel 2018 bis 2024

In einem offiziellen Festakt in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Hannover wurde das Heimatmuseum Leer gestern zusammen mit acht weiteren Museen mit dem begehrten Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen ausgezeichnet. Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie Prof. Dr. Wiese, Vorsitzender des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen würdigten vor den über 100 Teilnehmer*innen die herausragende Arbeit der Häuser. "Das ist ein toller Erfolg für uns alle - für das Museumsteam, den Heimatverein, aber auch für die Stadt und die Region. Das Siegel bestätigt uns nicht nur in unserer Arbeit, sondern gibt uns auch den Mut, unseren Weg Richtung Zukunft weiterzugehen." kommentiert Museumsleiter Burghardt Sonnenburg die Auszeichnung.

Neue Dauerausstellung "Leer im 19. Jahrhundert" im Heimatmuseum Leer eröffnet

Durch die Förderung der Hans-Heyo Prahm Stiftung und der Regionalen Kulturförderung der Ostfriesischen Landschaft, in Kooperation mit dem Ubbo Emmius Gymnasium Leer und durch das Engagement von vielen ehrenamtlichen Mithelfer-innen im Museum und im Heimatverein konnte mit der Schaffung der neuen Ausstellungsabteilung ein schon länger gehegter Traum endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Dokumentation und Darstellung der Stadtgeschichte gehören zu den wichtigen Zielen der Museumsarbeit in Leer. Noch stärker als bisher soll die bewegte und spannende Geschichte der Ledastadt in der Dauerausstellung betont und vermittelt werden. Neuere Forschungsansätze, ein ergänzter Objektbestand sowie eine moderne und ansprechende Vermittlung mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen finden dabei Berücksichtigung. Nach der Installation eines komplett neuen LED-Lichtsystems, umfangreichen Ausstellungs- und Vitrinenbauten, umfassender konzeptioneller und ästhetischer Überarbeitung, neuer Betextung und einer Vielzahl museumspädagogischer Elemente ist nun ein chronologischer Rundgang durch die Stadtgeschichte von den Anfängen bis zum Ende des Wilhelminischen Kaiserreichs auf Grundlage von Objekten, Bildern, vielfältigen Informationen, Inszenierungen und Mitmachstationen möglich.

Die neue Ausstellungsabteilung zum Thema „Leer im 19. Jahrhundert“ entstand in einem zweijährigen Kooperationsprojekt mit dem Seminarfach des Ubbo Emmius Gymnasiums. Unter Leitung von Astrid Köhler (UEG) beschäftigten sich die 20 Schüler-innen des Seminarfachs im ersten Jahr intensiv mit der Entwicklung der Stadt Leer im 19. Jahrhundert. Die Ergebnisse und Inhalte wurden dann im zweiten Jahr in einer gemeinsam und partizipativ erarbeiteten musealen Präsentation verarbeitet. An speziellen museumspädagogischen Stationen, Riech- und Tastinstallationen, Blätterbüchern, Hands-On-Exponaten, Spielen und Multimediastationen bekommen Besucher einen hautnahen und lebendigen Eindruck vergangener Zeiten.

Neue Broschüre macht Lust auf Museum und soll vor allem Schulklassen, Kinder, Jugendliche mit ihren Familien ins Museum locken

Familien, Kinder, Jugendliche und Schulklassen gehören zu den wichtigsten musealen Zielgruppen und machen mittlerweile in Leer fast 25 % der Museumsbesucher aus. Das Programm enthält differenzierte, den jeweiligen Interessen und Kenntnisständen angepasste Führungen, museumspädagogische Stationen, interaktive Elemente, „Hands-On“-Exponate, Nutzungsmöglichkeiten des Museums und der Ausstellung als „lebendiges Klassenzimmer“, praktische Angebote und Workshops als Ergänzungen der „Schultheorie“ sowie die gezielte Ansprache von Familien und Kindern, auch Kleinkindern durch erlebnis-, spiel- und praxisorientierte Vermittlung.

Durch eine großzügige Förderung der Hans-Heyo-Prahm-Stiftung ist es nun gelungen, eine neue, attraktiv gestaltete und mit Illustrationen von Luisa Kohlmann bebilderte Broschüre mit dem „Museumspädagogischen Programm im Heimatmuseum Leer“ zu produzieren und aufzulegen.

"Wir wollen Lust auf Museum machen und vor allem junge Zielgruppen für das Museum, für Kultur und Geschichte zu begeistern!" sagte Museumsleiter Burghardt Sonnenburg im Rahmen der offiziellen Vorstellung des Programms. Die Broschüre ist demnächst an allen bekannten Stellen im Stadt- und Kreisgebiet sowie im Museum erhältlich. Eine digitale Version steht hier zum Download bereit.

Kommen, ausleihen, spielen: Unsere interaktive mobile Lernbox "Ostfriesische Landschaftstypen" ist da!

Das Wattenmeer – seit 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt – ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat durch seine außergewöhnlich große Artenvielfalt und als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. Das Wattenmeer bildet die weltweit größte zusammenhängende Fläche aus Schlick- und Sandwatt. Die eigentliche Wattfläche ist eingebettet in und umgeben von anderen wichtigen Lebensräumen wie zum Beispiel der Nordsee, den Salzwiesen und den Marschflächen. Für die Region Ostfriesland stellt das Wattsystem mit Marsch und neben Geest und Moor einen wichtigen, schützens- und betrachtenswerten Landschaftstypus dar, der deshalb nicht nur für die ostfriesische Identität, sondern auch im schulischen und im touristischen Kontext eine wichtige Rolle spielt. Die Interaktive mobile Lernbox erlaubt die erlebnisorientierte Vermittlung und Erfahrbarmachung des Naturraums, der Flora und Fauna, aber auch des von Menschenhand geformten und genutzten Kulturraums „Watt“ sowie des Zusammenhangs und des Zusammenspiels mit den beigeordneten Landschaftstypen Nordsee – Marsch – Geest – Moor unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die Box enthält, als Klassensätze angelegt, Anschauungs- und Experimentiermaterial, Material- und Stoffproben, Spiele und Basteleinheiten, sowie Anleitungen zum interaktiven und erlebnisorientierten Lernen. Der Inhalt der Experimentiereinheiten ist übersichtlich in vier Themenfelder (Allgemeine naturräumliche Gliederung Ostfrieslands – Nordsee – Wattenmeer – Marsch) unterteilt, die farblich gekennzeichnet sind. Zu jedem Themenfeld gibt es ein Erläuterungsblatt mit anschaulicher Grafik, Arbeitsblätter (Rätsel, Lückentext etc.) sowie praktische Experimentier- und Spielangebote. Sie eignet sich so für den Einsatz in Klassenzimmern und Schulen genauso wie für außerschulische Kindergruppen und Familien z.B. für die Gestaltung erlebnispädagogischer Angebote im Freizeitbereich. Daneben wird die Lernbox auch im Rahmen eines begleiteten museumspädagogischen Angebots im Heimatmuseum Leer eingesetzt. Das Angebot ist Teil des Themenjahrs „Land der Entdeckungen 2016“ - "Ostfriesische Landschaftstypen" und wurde gefördert von der Ostfriesischen Volksbank und der Ostfriesischen Landschaft. Für Nutzungen und Leihanfragen steht das Team des Museums von Dienstag bis Freitag 11:00 bis 17:00 Uhr telefonisch (0491 2019) und per email (verwaltung@heimatmuseum-leer.de) zur Verfügung.

Dreisprachige Broschüre zur Geschichte der Mennoniten in Leer zum "Mitnehmen"

Die zehnseitige Broschüre informiert in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch über die Geschichte der Mennoniten im Nordwesten. Alle drei Versionen liegen kostenlos im Museum aus - oder lassen sich hier bequem herunterladen:

Ausstellungsbroschüre - Deutsch

Ausstellungsbroschüre - Niederländisch

Ausstellungsbroschüre - Englisch

Historischer Stadtrundgang - Auf den Spuren der Mennoniten in Leer

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts flohen, in ihrer Heimat bedrängt, viele Mennoniten aus den niederländischen Provinzen nach Ostfriesland. Sie brachten Fachwissen, neue Technologien und Handelskontakte – vor allem im Bereich des Leinengewerbes – aus den Niederlanden mit. Bald lag fast die gesamte Leinenwirtschaft in mennonitischer Hand – und kam zu großer Blüte. Einzelne Familien wie die Zijtsema und Vissering gewannen Macht, Kapital, Einfluss und gründeten bald global operierende Unternehmen („Leinenrhedereien“). Mennonitische Familien und Persönlichkeiten prägten das wirtschaftliche und kulturelle Leben im frühneuzeitlichen Leer und hinterließen vielfache bauliche Spuren in der Ledastadt. Bis heute bestehen die Mennonitengemeinde und die 1825 errichtete Kirche – aber auch viele andere Erinnerungsorte im Stadtgebiet. Die im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Gequält, geduldet, geschätzt - 475 Jahre Mennoniten in Leer" konzipierte stadtgeschichtliche Broschüre informiert über historische Orte, Hausinschriften, Denkmäler und Institute zum vergangenen und gegenwärtigen mennonitischen Leben in Leer und lädt zum Stadtspaziergang auf den Spuren der Mennoniten in Leer ein. Der Stadtführer ist kostenlos im Museum erhältlich und liegt im Stadtgebiet aus; die digitale Version steht hier zum Download bereit. Darüber hinaus weiterhin für Gruppen buchbar sind die moderierten Stadtführungen. Erfahrene Gästeführer-innen führen auf dem etwa 90-minütigen Rundgang durch die Leeraner Mennoniten-Geschichte. Die Führungen sind über das Museum individuell zu buchen und kosten 30 € pro Gruppe. Kontakt: Heimatmuseum Leer - Neue Straße 12-14 - Telefon: 0491 2019 oder per E-Mail: verwaltung@heimatmuseum-leer.de

Napoleon - Der Film

Im Rahmen der großen Sonderschau zur Napoleonischen Zeit in Ostfriesland haben wir ein animiertes Erklärstück produzieren lassen, das auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise in das Thema einführt. Der Film ersetzt zwar nicht den "echten" Museumsbesuch, eignet sich aber sowohl als Appetithappen als auch als digitales Souvenir: auf unserem Youtube-Kanal lässt sich der Film Napoleon in Ostfriesland jetzt auch außerhalb des Museums genießen. Viel Spaß!

Macht und Pracht zwischen Leda und Ems

Spektakuläre Funde aus Schloss und Festung Leerort sind jetzt im Heimatmuseum zu sehen. In den Jahren 2011 und 2012 wurden im Rahmen des INTERREG-IV-Projekts "Netzwerk TOEKOMST" / "Grenzland-Festungsland" umfangreiche archäologische Ausgrabungen in Leerort durchgeführt. Untersucht wurden sowohl der Bereich der ehemaligen gräflichen Residenz als auch das Areal der Festung. Über 20.000 Funde aus dem 15. bis 18. Jahrhundert konnten geborgen werden. Sie dokumentieren in einzigartiger Weise zum einen die prachtvolle Hofhaltung im Schloss der Grafen, zum anderen aber auch das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben der Menschen in der Festung. Seit dem 9. Dezember werden die zum Teil spektakulären Funde im Heimatmuseum Leer gezeigt. Auch eine informative Broschüre wurde aufgelegt.

Ostfriesen in Amerika – Heimatmuseum Leer startet Internet-Dokumentationsprojekt zur ostfriesischen Amerika-Auswanderung bis 1990

Bereits seit dem 17. Jahrhundert war "Amerika" für viele auswanderungswillige Europäer ein Lockruf, der Reichtum, Glück und Freiheit versprach. Vor allem aus religiösen und wirtschaftlichen Gründen verließen Menschen ihre europäische Heimat, um sich auf dem immer noch "neuen" Kontinent anzusiedeln. Im 19. Jahrhundert kam es zu einer wahren Auswanderungswelle. Viele Deutsche wanderten aus, um den beengenden, zum Teil auch prekären Lebensbedingungen zu entkommen. Zeitgleich entwickelte sich eine florierende "Auswanderungsökonomie" - viele Unternehmen und Reedereien spezialisierten sich auf das Auswanderungsgeschäft. Besonders den deutschen Hafenstädten Bremen bzw. Bremerhaven und Hamburg kam dabei Bedeutung zu. Was bewegte die Menschen, Heim, Hof und Familie zu verlassen, wie "funktionierte" die Übersiedlung nach Amerika, wie fanden sich die Migranten in ihrer neuen Heimat zurecht und auf welche Weise wurden die Verbindungen zur alten Heimat gepflegt - diesen Fragen soll in dem Projekt "Ostfriesen in Amerika" des Museums Leer am Beispiel der Amerika-Auswanderung aus Ostfriesland im 19. und 20. Jahrhundert nachgegangen werden. Die hier zusammen getragenen Daten und Ergebnisse fußen u.a. auf der mehrjährigen Sammelarbeit des Leeraner Heimatforschers Heinrich Böckmann. Sie umfassen auch eine genealogische Datenbank. Über sie wird es möglich sein, die Namen der zwischen 1846 und 1990 ausgewanderter ostfriesischen Familien online zu recherchieren. Die Datenbank ist im Aufbau und wird regelmäßig ergänzt. Die Website, die von dem Historiker Henning Priet, M.A. für das Heimatmuseum konzipiert und entwickelt wurde, ist interaktiv angelegt, bezieht Soziale Netzwerke mit ein und ist auf Austausch angelegt. Hier geht es zur Website "Ostfriesen in Amerika".

Elblag-Leer-Trowbridge: Museen beschließen Dreier-Partnerschaft

Seit vielen Jahren sind die Städte Leer, Trowbridge und Elblag partnerschaftlich miteinander verbunden. Die Idee, vor allem im kulturellen Bereich näher zusammen zu rücken, beseelte von Beginn an auch den regen Kontakt zwischen den Museen der drei Städte. Nun wurde im Rahmen eines Treffens der MuseumsvertreterInnen in Elblag am 30. August 2013 die offizielle Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. „Eine Partnerschaft zwischen Städten und Ländern lebt vom kreativen, lebendigen Austausch und konkreten Projekten“ – meint der Museumsleiter des Leeraner Museums, Burghardt Sonnenburg. „Besonders reizvoll ist hier der grenzübergreifende europäische Kontext“. Die vielfältigen Verbindungen und Verflechtungen zwischen den drei Ländern und Instituten wurde auch beim gemeinsamen Rundgang durch das Museum in Elblag deutlich. „Es gibt viele Anknüpfungspunkte“ kommentierte Andy Milroy als Vertreter des Trowbridge-Museums, der das Treffen arrangiert hatte. „Wir sprechen über gemeinsame Ausstellungs- oder Forschungsprojekte und Austauschprogramme.“ Auch der im Juni 2013 neu gewählte Bürgermeister von Elblag, Jerzy Wilk, empfing die Museumsvertreter im Rathaus, berichtete über seine Pläne für den weiteren Ausbau von Kultur und Tourismus – und informierte sich über die Ideen und Planungen der Kooperationspartner. Bildimpressionen vom Treffen in Elblag finden Sie hier.

Leer ist "Communauten"-Stadt

Für das Projekt "HeimatRaum" ist das Heimatmuseum Leer von der Stiftung Niedersachsen mit insgesamt 7.000 EURO ausgestattet worden. "Ein toller Erfolg und eine Anerkennung für das Projekt - aber auch für die ganze Stadt." freut sich Museumsleiter Burghardt Sonnenburg. Zusammen mit dem Konzeptkünstler Laas Koehler und im Rahmen einer AG der Leeraner Gutenberg-Schule unter Leitung von Dr. Gunda Stoelken begeben sich die jugendlichen ProjektteilnehmerInnen ab August 2013 auf Spurensuche in Leer. Sie erkunden, untersuchen und dokumentieren "ihre" engsten Heimaträume - Zimmer, Orte, Stellen, Plätze, Treffpunkte - an denen sie sich "heimisch" und "aufgehoben" fühlen - und setzen diese in Beziehung zu den Heimatraum-Erfahrungen in früheren Zeiten. Über soziale Netzwerke, eine gemeinsam erarbeitete Ausstellung und eine lebendig-interaktive HeimatRaum-Installation im Museum werden die Ergebnisse präsentiert. Mehr Informationen zum Communautenprogramm gibt es im Internet hier und auf Facebook.

Neue Dauerausstellungsabteilung zur Stadtgeschichte eröffnet

Durch die Förderung der Sparkassen Kulturstiftung und der Ostfriesischen Landschaft sowie durch das große Engagement der ehrenamtlichen MithelferInnen im Museum konnte ein schon länger gehegter Traum endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Dokumentation und Darstellung der Stadtgeschichte gehörte von Beginn an und stets zu den Zielen der Museumsarbeit in Leer. Noch stärker als bisher soll die bewegte und spannende Geschichte der Ledastadt in der Dauerausstellung betont und vermittelt werden. Neuere Forschungsansätze, ein ergänzter Objektbestand sowie eine moderne und ansprechende Vermittlung mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen fanden dabei Berücksichtigung. Nach der Installation eines komplett neuen LED-Lichtsystems, umfangreichen Ausstellungs- und Vitrinenbauten, umfassender konzeptioneller Überarbeitung und neuer Betextung ist nun ein chronologischer Rundgang durch die Stadtgeschichte vom Frühen Mittelalter bis um 1800 auf Grundlage von Objekten, Bildern, vielfältigen Informationen, Inszenierungen und Mitmachstationen möglich. Jetzt heißt es auch für alle anderen großen und kleinen, nahen und fernen Besucher unserer Stadt und unseres Museums: Herzlich Willkommen in "Hleri" und zur Zeitreise vom Ursprung der Siedlung bis zur Preußenzeit - wir freuen uns auf euch!

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